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Mystery-Komödie „Krampus“ gewinnt Kurzfilm-Preis bei „Tatort Eifel“

Nachwuchsregisseur Christof Pilsl ausgezeichnet

Die Mystery-Komödie „Krampus“ von Christof Pilsl erhielt gestern Abend vor vollem Kinosaal den ersten Preis des mit insgesamt 4.500 Euro dotierten Kurzfilm-Wettbewerbes beim Krimifestival „Tatort Eifel“. Pilsl erzählt in 19 Minuten mit ironischem Augenzwinkern von einer Nikolausnacht in Bayern, in der ein Nikolaus- und ein Krampus-Darsteller die Familien besuchen. Sie treffen hier auf eiskalte Mütter, schlagende Väter und Kinder, die dem Nikolausbesuch angstvoll entgegenblicken. Am Ende der Nacht schaltet sich der echte Krampus ein, und nicht die Kinder, sondern die Eltern kommen in den berühmt-berüchtigten Sack und erhalten ihre Strafe und Läuterung.

 "Krampus" Kurzfilm-Preis 2017

„Pilsl gelingt es auf eine sehr knappe und ökonomische Weise eine durchaus große Geschichte zu erzählen. Die bis ins Groteske gehende Überzeichnung bzw. Typisierung der Figuren kippt dabei niemals ins Klischee – was an der Genauigkeit der Regie liegt aber auch an den durchweg beeindruckenden Leistungen der Schauspieler“, heißt es in der Begründung der Jury. Dem Expertengremium gehörten in diesem Jahr an SWR-Redakteur Michael Schmidl (u.a. Margarete Steiff, Romy, Mogadischu), Schauspieler Hans-Jochen Wagner (u.a. Tatort, Kommissarin Heller, Alle Anderen) und Regisseurin Nicole Weegmann (u.a. Ihr könnt euch niemals sicher sein, Mobbing, Das Leben danach). Sie kürten die drei Gewinnerfilme aus insgesamt sechs Nominierungen. Christof Pilsl studierte Germanistik und Geschichte und schloss ein Masterstudium in Medienkunst in Weimar und Wien ab. Seither entstanden einige Kurz- und Dokumentarfilme sowie ein Hörspiel. Er lebt und arbeitet als Regisseur in München. Der zweite Preis ging in diesem Jahr an „Dark Social“ (10 Minuten). Der hochmoderne Cyber-Krimi von Catharina Isenburg zeigt die neuen Gefahren durch die modernen Medien auf. „Zahltag“ von Felix Kempter (20 Minuten) wurde mit dem dritten Preis ausgezeichnet. Mit dem Kurzfilm-Wettbewerb bringt das Krimifestival „Tatort Eifel“ alle zwei Jahre herausragende, spannungsgeladene Kurzfilme von Nachwuchsregisseuren auf die Leinwand. Gezeigt werden Filme, die den Genres Krimi, Thriller, Mystery und Artverwandtem zugeordnet werden können. „Wir konnten in diesem Jahr eine ausgesprochen große Bandbreite an Genres verzeichnen, wobei die Krimikomödie besonders beliebt war“ sagt Berliner Dramaturgin Kyra Scheurer, die die Programmsparte Kurzfilm bei „Tatort Eifel“ verantwortet. Ferner hob sie die Besonderheit des Krimifestivals in der Vulkaneifel hervor: „Der Wettbewerb bietet interessanten Nachwuchstalenten hier in Daun eine optimale Plattform, sich im Rahmen des Fachprogramms mit erfolgreichen Produzenten, Redakteuren und erfahrenen Kollegen auszutauschen und gegebenenfalls Verbündetete für ihre neuen Projekte zu finden. Die familiäre Atmosphäre des Festivals trägt maßgeblich zu einem entspannten Zusammenkommen und ‚kurzen Dienstwegen‘ bei“.


Tatort Eifel ist eine Veranstaltung des Landkreises Vulkaneifel und des Landes Rheinland-Pfalz
und findet im Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz statt.



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